Ammergebirge Ammergebirge Ammergebirge

Das 2202m hohe Ammergebirge hat eine herausragende Stellung aus Sicht des Arten – und Biotopschutzes. Ihr vielfältiger Waldbestand und das Vorkommen an überregional bis landesweit bedeutenden Pflanzen- und Tierarten unterstreicht dieses hohe Ansehen. In den Bergwäldern besteht noch die naturnahe Baumartenzusammensetzung aus Fichte, Kiefer, Buche und Tanne. Zudem hat die Verzahnung der Bergwälder mit Schneeheide-Kiefernwäldern, Latschenfeldern und Sotterkaren einen hohen Naturschutzfaktor. Auf den Fels und Schuttfluren befindet sich eine Vielzahl von seltenen Pflanzenarten. Unter den Tierarten gibt es ebenso seltene zu entdecken, wie den Flussuferläufer, Hasel-Birkhuhn, Auerhuhn, Weißrückenspecht und Schneehühner. Deshalb ist es sehr wichtig, dass das Ammergebirge mit ihrer ökologischen Bedeutung für die Zukunft erhalten wird.

Der Suchraum für einen Nationalpark sieht im Kern insbesondere das größte Bayerische Naturschutzgebiet (28.850 ha) vor – welches teilweise schon seit 1926 besteht ist. Es handelt sich um Bergmischwaldreiche Kalkalpinflächen. Da es in der Voralpenzone liegt, ist es weitgehend bewaldet. Das Ökosystem ist gekennzeichnet von Matten- und Krummholzregion, subalpine Latschenfelder, Fichten- und Bergmischwälder aus Tanne, Buche, Fichte und Bergahorn, Grauerle und Schluchtwälder sowie Hochmoore. Es bietet Teile des größten unzerschnittenen Waldgebietes der Labkraut-Tannenwälder. Es bietet große Flächen von naturnahen Wälder Schneeheide-Kiefernwälder und hochmontanen Wälder ergänzt um kleinere schützenswürdige Waldbiotope und die Zone der Latschengebüsche. Es bestehen aber auch noch naturferne Fichtenforste, die umgebaut werden müssen. Vorrang für die Ausweisung von Nationalparken sollen Waldflächen im öffentlichen Besitz darstellen.

Die Wälder im Nationalparksuchraum beschränken sich auf die öffentlichen Staatswälder die im BaySF Forstbetrieb Oberammergau (44.390 ha) bewirtschaftet werden. Die Initiative Nationalpark Ammergebirge gibt den Suchraum mit 23.000 ha an – Der Erweiterungsteil im Wetterstein ist etwa 6.800 ha groß. Die Naturwald-Studie von Greenpeace mit 17.000 ha Wald incl. des südlichen Reintales. Der in privater Hand befindliche Eibsee ist ansonsten noch inkludiert in dem Vorschlag der Initiative Ammergebirge. Der an der Grenze liegende Besitz der österreichischen Bundesforsten wird von dem Suchraum ausgespart. Dieses wäre eine Erweiterungsoption, wenn auch Österreich das Gebirgsmassiv um die Geierköpfe mit einbringen will, um eine grenzüberschreitende Nationalparklösung umzusetzen.

Mit der Erweiterung um das südliche Naturschutzgebiet Schachen und Reintal würde ein Nationalpark mitten dreier Königschlösser liegen - Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof und dem Schachen Königshaus - eingerahmt von den Ortschaften Oberammergau, Garmisch und Füssen. Die Sehenswürdigkeiten würden auch einen potentieller Namen "König Ludwig Nationalpark" geben. Greenpeace sieht auf der Fläche eine Möglichkeit für einen Nationalpark mit  17.100 ha.


Warum das Ammergebirge so besonders ist

In den bis zu 2.202 m hohen Bergwäldern besteht eine herausragende Stellung aus Sicht des Arten– und Biotopschutzes. Ihr vielfältiger Waldbestand und das Vorkommen an überregional bis landesweit bedeutenden Pflanzen – und Tierarten unterstreicht dieses hohe Ansehen. In den Bergmischwäldern besteht noch die naturnahe Baumartenzusammensetzung aus Fichte, Kiefer, Buche und Tanne. Zudem hat die Verzahnung der Bergwälder mit Schneeheide-Kiefernwäldern, Latschenfeldern und Schotterkaren einen hohen Naturschutzfaktor. Auf den Fels und Schuttfluren befindet sich eine Vielzahl von seltenen Pflanzenarten. Unter den Tierarten gibt es ebenso seltene zu entdecken, wie den Flussuferläufer, Hasel-Birkhuhn, Auerhuhn, Weißrückenspecht und Schneehühner. Auch wurden 10 Fledermausarten im Ammergebirge nachgewiesen.



Weiterführender Link zum Ammergebirge: Initiative Nationalpark Ammergebirge