Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

Themenschwerpunkte im Bereich Gentechnik/ Landwirtschaft / Chemie

Eines der Schwerpunktthemen von Greenpeace München ist der Bereich Gentechnik, Patente und Chemie. Unsere Arbeit hierzu umfasst folgende Aspekte:

Archiv

Eine Dokumentation unserer Arbeit der letzten Jahre finden Sie im Archiv.

Erfolge

Die folgenden Erfolge konnte die Gentechnik-Kampagne in den letzten Jahren erzielen:

  • 2010: Schwein gehabt! Greenpeace hatte gegen das Patent auf eine Schweinerasse mit einem bestimmten Fettleibigkeitsgen des US-Schweinezuchtkonzern Newsham Choice Genetics, der mit Monsanto kooperiert, Einspruch eingelegt und nun recht bekommen!
  • 2010: Seit dem 1. Januar füttern die 1850 Landwirte der Milchwerke Berchtesgardener Land ihre Kühe ohne Gen-Pflanzen. Auch die Molkerei Allgäuland Käsereien garantiert für die Frischmilch der Marke Bergbauern eine gentechnikfreie Fütterung.
  • 2009: Die Molkereien Ehrmann, Zott und Bauer befinden sich im Umstellungsprozess zu einer gentechnikfreien Milchproduktion. Weitere Infos finden Sie im aktuellen Ratgeber Essen ohne Gentechnik (12/2009)
  • 2009: Verbannung der gentechnisch-manipulierten Leinsamen aus den Supermärkten
  • 2009: Greenpeace und andere Organisationen der Anti-Gentechniki-Bewegung
    erzielen ein Anbauverbot für den Gen-Mais MON810 der Firma Monsanto mit
    eingebautem Insektengift aus Bacillus Thuringiensis in Deutschland.
  • 2008: Die Molkerei „Breisgaumilch“ bringt die neue Marke „Weidemilch“ mit der Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" auf den Markt.
  • 2008: Europas größte Molkerei Campina gibt bekannt, bei seiner Premium-Marke „Landliebe“, nur Milch von Kühen zu verwenden, die ohne Gen-Futter gefüttert werden, und deren Futtermittel darüber hinaus ausschließlich aus Europa kommen. Die Milch trägt die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik".
  • 2007: Die Uppländer Bauernmolkerei verzichtet als erste größere Molkerei auf Gen-Futter und kennzeichnet seine Milchprodukte als "Ohne Gentechnik".
  • 2004 – 2006: Der Greenpeace Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“ wird innerhalb von zwei Jahren in 10 Auflagen und in insgesamt etwa 2,5 Millionen Exemplaren an Verbraucher verteilt. Der Ratgeber enthält Listen von Lebensmittelherstellern, die gentechnisch veränderte Futtermittel einsetzen/ausschließen und unterstützt Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung bei den nicht kennzeichnungspflichtigen Fleisch-, Milch- und Eier-Produkten von mit Gen-Futter gefütterten Tieren. Viele Lebensmittelhersteller verzichten als Reaktion auf den Ratgeber auf Gen-Futter.
  • 2004: Eine verschärfte Kennzeichnungsverordnung tritt in Kraft. Erstmals müssen, neben Lebensmitteln auch Futtermittel für Kühe, Schweine, …. gekennzeichnet werden. Auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln wird verschärft und ausgeweitet, z.B. auch auf Endprodukte, bei denen die gentechnische Veränderung nicht mehr nachweisbar ist (z.B. bei gentechnisch veränderten Speiseölen und deren Einsatz in Gaststätten).
    Größte Lücke bleibt, dass tierische Produkte – also fleisch-, milch- und eierhaltige Lebensmittel – von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, weiterhin nicht gekennzeichnet werden.
  • 2001/2002: Heidemark, Nölke, Lethetal (mit zusammen über 60% Marktanteil am deutschen Putenmarkt) und weitere Putenmäster verzichten auf genmanipuliertes Futter.
  • 2000: McDonalds, BurgerKing, Wiesenhof, Stolle und weitere Hähnchenmäster (mit insgesamt etwa 90% Marktanteil am deutschen Hähnchenmarkt) verzichten auf genmanipuliertes Tierfutter in der Hähnchenmast.
  • 1999: Nestlé muss seinen eigens als gentechnisch verändertes Testprodukt auf den deutschen Markt gebrachten Schokoriegel "Butterfinger" vom deutschen Markt nehmen, weil die Verbraucher ihn nicht kaufen – der Erfolg einer etwa einjährigen Kampagne von Greenpeace.
  • 1999: Alle großen deutschen Ketten des Lebensmittelhandels (Tengelmann, Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, …) verzichten auf Gentechnik in ihren Eigenmarken.
  • 1998: Erstmals müssen gewisse gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden. Diese erste Kennzeichnungsverordnung hat allerdings sehr große Lücken.
  • 1997: Fast 300 große Lebensmittelhersteller, darunter Unilever, Danone, verzichten auf Gentechnik in ihren Produkten.